El Nido war gestern – wer richtig abschalten und die Zeit vergessen möchte und zudem auf unnötigen luxuriösen Schnickschnack verzichten kann, ist hier genau richtig! Port Barton auf den Philippinen – unser Paradies.
Anreise – über Stock und Stein
Am Flughafen in Puerto Princesa angekommen, buchten wir einen Kleinbus. Nach einigem Warten holte uns ein Auto ab, welches uns zum Busbahnhof fuhr, von wo ein alter, etwas marode aussehender Kleinbus uns kurz später zum gewünschten Ziel „Port Barton“ brachte. Die Sitzplätze bzw. Bänke wurden nach Tetris Strategie gefüllt – der Bus war bis auf den letzten Platz voll, sodass unser Gepäck auf dem Dach verstaut wurde. Der Traum von Beinfreiheit verpuffte.
Die Fahrt für 500 Pesos (ca. 8€) dauerte ca. 3,5 Stunden und ging die letzte Stunde nur noch über unbefestigte, schlammige Straßen. Bei so manchem Hindernis blieb uns der Atem stehen, aber der Fahrer meisterte jedes noch so schlammgefüllte Loch mit Bravur.

Auf dem Weg hielten wir an einer Mango Inspektion, bei der wir auf eingeführte Mangos überprüft wurden. Pipi und Essenspausen haben wir zweimal gemacht. Den letzten Stopp hatten wir kurz vor Port Barton, was wir allerdings zuerst nicht realisierten, da jegliches GPS Signal und mobile Daten längst versagt hatten. Nachdem sich alle 12 Fahrgäste ca. zwei Minuten fragend anschauten, öffnete sich die Tür zur Rückbank. Ein Einheimischer gab uns zu verstehen, dass wir hier das Touristen-Ticket für 50 Pesos (staatliche Angaben) kaufen müssten. Weiter ging’s und wenig später erreichten wir das kleine Dörfchen Port Barton.
FAKTEN
- Puerto Princesa -> Port Barton:
- Kleinbus
- 500 Pesos pro Person (ca. 8€)
- 3-5h je nach Wetter- und Staulage
- wenig Beinfreiheit
- AC vorhanden
- Touristen-Ticket für Port Barton: 50 Pesos (ca. 1€) pro Person
Das Dorf Port Barton – ein Paradies (fast) ohne Strom
Aus einer Nacht wurden 3 – das sagt schon alles!
Die Erwartungen waren gering und wurden direkt in vielfacher Weise übertroffen. Nur das Wetter wollte leider nicht mitspielen.
Port Barton ist ein kleines Dorf zwischen Palmen, Wald und Meer. Es gibt hier zwei Hauptstraßen, die parallel zum Meer verlaufen und größtenteils aus Lehm und Sand bestehen. Am Rande sind viele kleine Unterkünfte, Restaurants und „Tante Emma Läden“.

Strom gibt es nur von 18 Uhr bis 1 Uhr nachts, Internet quasi gar nicht (wusste nicht, dass WhatsApp Nachrichten so lange brauchen können, um versendet zu werden). Auch das erste Duscherlebnis (natürlich kalt) zog sich etwas in die Länge, da der Wasserdruck vergleichbar mit einer leeren Gießkanne war. Bei meiner Größe musste ich mich auf den Boden setzen, damit überhaupt Wasser aus der Brause kam.
Der naheliegende Strand ist gesäumt von schönen kleinen Restaurants, Bars, Cafés und Anbietern für Islandhopping.

Der Preis für eine Hauptspeise liegt zwischen 70-250 Pesos (ca. 1 – 4€). Wer mehr ausgeben möchte, findet dafür aber sicherlich auch ein passendes Etablissement.
Unsere Unterkunft „Villa Evergreen“ ist ein kleines simples Holzhüttchen. Wir zahlten für ein Doppelzimmer mit Ventilator und geteiltem Bad 500 Pesos (untere Preiskategorie). Gebucht haben wir sie direkt vor Ort, findet man aber auch hier: Villa Evergreen beiAirbnb . Falls ihr noch kein Airbnb Konto habt, könnt ihr euch hier 27€ Startguthaben sichern.
Probiert das „Vegetable Curry“ und „Pork Adobo“!
Auf unserem Spaziergang durchs Dorf, winkten uns überall Kinder, riefen „hello ma’am, hello sir“ und plauderten mit uns (auf ENGLISCH!). Die Einheimischen sind super freundlich – wer lächelt, bekommt ein Lächeln zurück! Erstaunlicherweise sprechen sogar echt viele Englisch.

Tagsüber haben wir in einem einheimischen Restaurant (erkennt man an den großn silbernen Töpfen) ein paar Locals gesehen, die „Macho“, ein chinesisches Steinspiel, spielten. Ringsherum standen viele Schaulustige, die Wetten abschlossen.


Billiges Gebäck zum Frühstück oder als Snack für den Tag findet man fast überall auf den Philippinen (5-30 Pesos pro Stückchen, also ca. 10 – 50 Cent). Erwartet nur keinen deutschen Bäckereistandard 😀

FAKTEN
- Unterkunft: Villa Evergreen, 500 Pesos (ca. 8€) für ein Doppelzimmer mit Ventilator und geteiltem Bad
- Lieblingscafé am Meer: beim Deep Moon Resort einfach durchgehen bis zum Strand. Die Smoothiebowls waren köstlich 🙂 (200 Pesos pro Bowl, ca. 3,50€)
- Restaurant: Villa Evergreen Restaurant (70-200 Pesos für eine Hauptspeise)
Aktivitäten – alleine am Strand
Spaziergänge zum ca. eine Stunde entfernten Wasserfall (soll nichts besonderes sein) oder in die Gegenrichtung zum White Beach wurden uns empfohlen. Wir entschieden uns für den Strand – immer Richtung Süden laufen durch Palmenwälder, am Strand entlang, vorbei an einheimischen Holzhütten und Mangrovenwäldern.


Der White Beach ist ein idyllisch gelegener Strand mit weißem Sand und einer tollen Palmenkullisse im Hintergrund. Für einen Besuch des Strandes zahlt man 25 Pesos, kann dies aber umgehen, wenn man sich im rechten Teil aufhält. Sanitäre Anlagen oder eine Bar sucht man hier jedoch vergeblich.

Am Strand entlang in Richtung Norden kommt man zu den „Evergreen Bayview Bungalows“ (gleicher Besitzer – übrigens deutsch – wie von der „Villa Evergreen“). Von hier aus hat man eine tolle Sicht über die Bucht und das Dorf. Wer ein bisschen mehr für die Unterkunft ausgeben möchte, kann sich hier einen Bungalow mieten (2500 Pesos aufwärts, ca. 40€) und den ganzen Tag diese Sicht genießen.
Wir sind die Straße noch weiter gelaufen (um den Zipfel der Bucht herum), vorbei an mehreren Hütten von Einheimischen und kamen an einen Strand ohne Touristen und mit wunderschönen Muscheln 🙂
Islandhopping – die Nr. 1 in Port Barton
Islandhopping bleibt aber die Attraktion Nummer 1 in Port Barton. Man fährt gegen 9 Uhr morgens privat oder mit einer Gruppe von 6-10 Touristen zu traumhaften Inseln mit noch schöneren Stränden. Zur Abkühlung hält das kleine traditionelle Boot an den schönsten Schnorchelspots. Teilweise kann man große Greenturtles (Achtung, nicht zu nahe kommen – die können beißen) und zahlreiche Seesterne bestaunen. In der Tour sind Lunch und Schnorchelequipment enthalten. Zuruck kommt man gegen 16 Uhr.
Da in der Zeit, in der wir in Port Barton waren, starker Wind war, konnten wir leider diese Tour nicht machen. Soll aber traumhaft und das Highlight Port Bartons sein!
FAKTEN
- Islandhopping:
- 700 Pesos pro Person (ca. 11€)
- ab 3500 Pesos bekommt man ein privates Boot
- traditionelles Fischerboot
- nicht so überlaufen wie El Nido
Abreise – Gepäckverlust und übermütiger Driver
Die Busse von Port Barton hoch nach El Nido fahren täglich um 8 Uhr morgens und 13 Uhr mittags und brauchen ca. 3-5 Stunden. Einfach vor Ort buchen, Informationsstände gibts dort überall. Natürlich kann man auch wieder zurück nach Puerto Princesa fahren.
Auf unserer Fahrt nach El Nido saß Theresa ganz hinten im Van, als sie auf einmal laut „STOPP“ rief. Ein Backpack hatte sich verselbstständigt und war bei voller Geschwindigkeit vom Dach gefallen. Also: Elektrogeräte immer mit in den Bus nehmen! Der irritierte Driver lies alle Backpacks durchzählen. Alles da – weiter ging die Fahrt!
FAKTEN
- Port Barton -> El Nido:
- Kleinbus
- 600 Pesos (ca. 9,50€) pro Person
- 3-5h
- wenig Beinfreiheit
- AC vorhanden
Hallo liebe Theresa, das ist echt toll, was du erlebt hast.das ist schön wie ein Traum. Viel Spaß und viel Erfolg wünsche ich dir auf deiner Reise. Passt auf euch gut auf.
Liebe Grüße Mojgan ??
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Vielen lieben Dank, Mojgan! ☺️?
Es ist wirklich wunderschön ?
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Klingt richtig cool.. 🙂 Danke für die Einblicke!
Bin gespannt auf eure Beiträge aus den ganzen anderen Ländern :DD
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Hättest noch mitkommen sollen! 🙂
Sie werden folgen ! 😀
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