El Nido ist ein philippinisches Dorf im Norden der Insel Palawan, welches in den letzten Jahren kräftig durch den Tourismus gewachsen ist – für unseren Geschmack zu viel. Vor allem da wir gerade aus dem niedlichen Port Barton kamen.
Hohe schroffe Felsen, traumhafte Sonnenuntergänge und das abendliche Treiben in der Straße „Calle Hama“ machen diesen Ort jedoch trotzdem zu etwas Besonderem.
Zu den Highlights El Nidos zählt definitiv das Islandhopping und der ca. 20 km weit entfernte Traumstrand „Nacpan Beach“.

Anreise nach El Nido
Unsere Zeit auf Palawan war begrenzt, also ging es von Port Barton weiter nach El Nido. Wir buchten einen Kleinbus für 600 Pesos pro Person, der uns von der Unterkunft in Port Barton zum Busbahnhof El Nidos brachte. Die Straße war teilweise scheußlich und der Fahrer mal wieder zu schnell unterwegs. Am Ziel angekommen, waren wir geschockt von den Menschenmassen. Wir waren leider nicht die Einzigen, die das Paradies Palawans sehen wollten.
FAKTEN
- Port Barton -> El Nido:
- Kleinbus
- Kosten: 600 Pesos pro Person (ca. 9,50€)
- Dauer: 3 – 5 Stunden mit Stopp in Roxas
- wenig Beinfreiheit
- AC vorhanden
- Puerto Princesa -> El Nido:
- Kosten für einen Platz im Kleinbus: 500 Pesos (ca. 8€)
Nacpan Beach
Für 450 Pesos haben wir uns einen Roller gemietet und kamen nach ca. 45 Minuten über zumindest teilweise gute Straßen, aber dafür vorbei an unglaublich schöner Landschaft, am besagten Traumstrand an.


Der Strand hält was er verspricht: türkises Wasser, weißer Sand auf vier Kilometern, überall Palmen, nicht überlaufen, sehr ursprünglich und ein paar wenige Bars und Restaurants. Park- und Eintrittsgebühren kennt man hier (noch) nicht. Toiletten und teilweise auch Duschen gibt es bei den Restaurants und kleinen Bars. Dort wird auch für das leibliche Wohl gesorgt, gerade Seafood ist hier ziemlich günstig. Ich habe die Muscheln im Restaurant für 150 Pesos (ca. 2,50€) probiert (hatte noch nie zuvor so riesige davon gesehen).
Apropos Muscheln: Am Strand kauften wir einem Jungen ein paar echte Perlenohrringe ab (ca. 100 Pesos das Stück). Diese Verkäufer werdet ihr in El Nido überall sehen.
Tipp: Früh zum Strand und den ganzen Tag dort verbringen. In der Mittagshitze in den Schatten einer Palme oder eines Restaurants flüchten und danach noch einen ausgedehnten Strandspaziergang machen.





Am Strand gibt es eine neu eröffnete Unterkunft mit vielen bunten Bungalows – eine super Location zum Fotografieren und natürlich auch zum Übernachten.



FAKTEN
- Rollerverleih El Nido: 450 – 600 Pesos (ca. 7 – 10€)
- Nacpan Beach
- Anfahrt: 40-50 Minuten mit dem Roller
- Unterkunft: Seaside Hue Resort (ab 2500 Pesos pro Nacht – den Standort und das Aussehen auf jeden Fall wert)
Islandhopping – ein Muss in El Nido!
Unzählige Anbieter werben mit den selben vier Tagesausflügen (Trip A-D) – große Unterschiede zwischen Anbietern gibt es nicht. Die Touren kosten zwischen 1200 und 1400 Pesos (ca. 18 – 20€) pro Person, inclusive Lunch exclusive 200 Pesos Governmentgebühren.
Wir haben uns für Tour A entschieden, die uns zum „7 Commando Beach“, der „Big Lagoon“, „Small Lagoon“ und „Secret Lagoon“ führt.
Am Ableger waren wir geschockt: ganze Menschenmassen warteten darauf die Bootstour zu machen.

Nach ungefähr einer Stunde warten, waren von 50 Booten nur noch 10 übrig und wir waren dran. Jetzt mussten wir nur noch durchs Wasser zum Boot laufen (hier sind die überall angebotenen Drybacks tatsächlich doch sehr sinnvoll). Nach einer 20 minütigen Bootsfahrt erreichten wir mit ca. 8 weiteren Booten den ersten Zielort: „7 Commando Beach“. Schöner Strand aber viel zu viele Menschen. Zu dem Zeitpunkt waren wir etwas geknickt, weil alles nach einer absoluten Tourimassenabfertigung aussah.


An der „Small Lagoon“ wurde es erstmal nicht wirklich besser. Um die Lagune erkunden zu wollen, musste man sich ein Kajak für 300-500 Pesos (ca 5 – 8€) pro Stück mieten. Wir entschieden uns gegen das Kajak und fürs Schwimmen. Die Lagune ist traumhaft schön, aber leider zu voll.


Die schlagartige Besserung unserer Laune kam mit dem Mittagessen. Die Crew bereitete ein hervorragendes Essen bestehend aus Fisch, Meeresfrüchten, Hähnchen, Schwein, Obst-, Gemüsesalat und Reis vor.

Funfact: Mit dem Küchenmesser vom Tisch hat mir unser Captain kurz vorher ein Stück abgebrochene Koralle aus dem Fuß geschnitten.
Nach dem Mittagessen ging es mit deutlich besserer Laune weiter zu den letzten zwei Stopps.


Aufgefallen war uns die Sauberkeit der besuchten Orte. Nirgends schwamm oder lag Müll.
FAKTEN
- Islandhopping
- Kosten: 1200 – 1400 Pesos (ca. 18 – 20€) inklusive Lunch (plus ggf. nochmal 200 Pesos staatliche Abgaben)
- Dauer: circa 9:00 – 16:00 Uhr
- sehr viele Touristen, aber dennoch traumhaft
Sonnenuntergang
Den Sonnenuntergang kann man perfekt von der Republica Sunset Bar aus sehen. Wie die Sonne zwischen den Inseln untergeht, ist wirklich jedes Mal wieder atemberaubend!
… und Restaurantempfehlung
El Nido ist verglichen mit Port Barton etwas teurer bezüglich Essen, Schlafen und Aktivitäten. Nach dem Sonnenuntergang entschieden wir uns dennoch mal für was „Besseres“ und probierten ein neu eröffnetes Restaurant aus – indisches Essen gekocht von einem Briten. Das Curry war wirklich phänomenal! 🙂
FAKTEN
- Sunset Point: Republik Sunset Bar
- Restaurantempfehlung:
- Gandhi’s Revenge: 395 Pesos (ca. 6€) für ein Curry, das jeden Cent wert ist
Unser Horrortrip zurück nach Puerto Princesa
Morgens um halb 5 wurden wir vom Van abgeholt. Ich hatte die Nacht mehr auf der Toilette als im Bett verbracht. Das Abendessen – ein typisches „Sizzling“ mit rohem Ei hatte uns eine ordentliche Lebensmittelvergiftung eingebrockt. Es war fraglich, ob ich fit genug für die fünfstündige Fahrt war. Was allerdings bedeutet hätte den Flug zu verpassen – das kam für uns aus finanziellen Gründen nicht in die Tüte. Insgeheim hoffte ich, dass es schon nicht so schlimm werden würde… Pustekuchen!
Fünf Stunden dauerte der Höllentrip, auf dem ich natürlich in der letzten Reihe saß. Die rasante Fahrweise der Filipinos kam der dauerhaften Übelkeit nicht zugute. Nach fünf Zwangspausen meinerseits kamen wir fix und fertig am Flughafen von Puerto Princesa an. Der dortige Arzt erlaubte mir zu fliegen und die Angestellten kümmerten sich fürsorglich um uns.
Generell kann ich nach zwei Lebensmittelvergiftungen sagen, dass ihr dies nicht auf die leichte Schulter nehmen solltet. Gerade bei diesen klimatischen Bedingungen dehydriert man sehr schnell. Also: viel trinken, vor allem Elektrolyte (Getränke wie „Pocari Sweat“ oder „Gatorade“ gibts in jedem kleinen Markt) und möglichst bald wieder essen, damit der Körper zu Kräften kommt. Bei Fieber unbedingt zum Arzt!
FAKTEN
- El Nido -> Puerto Princesa
- Kleinbus
- Kosten: 500 Pesos (ca. 8€)
- Dauer: 3-5h
Für uns ging’s dann weiter nach Cebu 🙂
Tipp: Flugtickets von Puerto Princesa nach Cebu sind meist nur halb so teuer wie die von El Nido nach Cebu!
Sehr herrlich 🙂
Super zu lesen, vielen dank für die tollen Einblicke und die überragenden Bilder ???
Richtige Künstler 🙂
Gute Zeit in Cebu ????
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